Hast du schon mal den Begriff Rauhnächte gehört? Es handelt sich dabei um die Zeit zwischen der Wintersonnenwende oder Weihnachten und Neujahr oder dem 6. Januar, also der Zeit zwischen den Jahren.
Diese Zeit eignet sich besonders dafür altes loszulassen und sich auf Neues einzulassen.
Also ein wunderbarer Moment, um sich nach Innen zu wenden. Darum teile ich hier mit dir für jeden Tag eine kleine Übung, wie du diese Zeit nutzen kannst.

21.12. – Loslassen

Rauhnächte-Übungen

Überlege dir, was du schon lange loslassen möchtest

Schreibe dir dies auf einen Zettel und verbrenne ihn, während du die Sache symbolisch mit dem Rauch fliegen lässt – oder ist Feuer nicht so dein Ding, dann

Schreibe die Dinge auf Steine und werfe diese in einen Fluss. Wirf so weit wie du kannst und stelle dir dabei vor wie die Sache mit dem Stein im Wasser verschwindet.

24.12. – Neues begrüssen

Rauhnächte-Übungen, 24.12., neues begrüssen

Nachdem wir das Alte am 22.12. losgelassen haben, können wir uns nun dem Neuen zuwenden.

Was wünschst du dir fürs nächste Jahr?

Schreibe dir 12 Zettel mit deinen Wünschen.

Nun ziehst du jeden Tag eines davon und lässt ihn feierlich in Rauch aufgehen, ohne den Zettel nochmals zu lesen.

Wenn nur noch ein Zettel übrig ist, schaust du dir diesen an und machst dir die Erreichung dieses Wunsches zur Priorität für das nächste Jahr.

25.12. – Rückschau

Rauhnächte-Übungen, 25.12., Rückschau

Heute beginnen die eigentlichen Rauhnächte. Ein guter Zeitpunkt, um ein Tagebuch anzufangen. Darin kannst du jeden Tag die Übungen machen und aufschreiben was dir sonst noch so auffällt.

Jede Rauhnacht steht für einen Monat im nächsten Jahr. Sei darum die nächsten 12 Tage achtsam und notiere, was besonderes passiert, was du träumst oder was dir erzählt wird. Vielleicht wird dies im entsprechenden Monat wichtig werden.

Der Heutige Tag steht im Zeichen der Dankbarkeit für das Gute im letzten Jahr. Schreibe dir auf, wofür du dankbar bist.

Es gab bestimmt viele tolle Momente, Begegnungen, Erlebnisse und Erfolge. Achte dich dabei besonders darauf, was du alles Tolles erreicht hast und worin du besonders gut warst.

Nimm dir Zeit und überlege Monat für Monat, was Schönes passiert ist und halte dies fest.

Vielleicht magst du Stichworte aufschreiben oder ausführliche Beschreibungen oder du malst Bilder dazu.Viel Spass!

26.12. – Eingebettet sein

Rauhnacht-Übungen, 26.12., Eingebettet sein

Hast du Weihnachten auch mit deinen Liebsten verbracht? Wer ist alles wichtig in deinem Leben? Welches sind die Liebsten Menschen? Wer spielt eine grosse Rolle, aber nervt vielleicht eher etwas?

Schreibe dir die Namen auf und jeweils warum diese Person toll ist. Bei vielen wird diese Übung leicht fallen. Doch vielleicht gibt es auch welche, wo es schwieriger ist, doch durftest du durch die eine wichtige Lektion lernen oder Einsicht erlangen? Auch das ist wichtig und gehört mit in das Tagebuch.

27.12. – Selbstbewusstsein

Die Rauhnacht heute steht für den März. Im März beginnt der Frühling und alles spriesst und erblüht. Genau so sollst auch du erblühen, darum befassen wir uns heute mit dem Thema Selbstbewusstsein.

Sich seiner selbst bewusst sein. Gerne benutzen wir diesen Begriff gleichbedeutend mit Selbstwert. Dies ist ein sehr zentrales Thema. Gerade für Frauen, die sich nicht immer ganz so wohl in ihrem Körper fühlen. Oft wirkt sich dann da eigene Spiegelbild negativ auf den Selbstwert aus.Lasst uns darum eine Übung vor dem Spiegel machen, damit du mit einem erhöhten Selbstwert in den Tag und ins neue Jahr starten kannst. Am besten machst du die Übung jeden Morgen oder sogar jedes Mal, wenn du dich vor einen Spiegel stellst.

Wenn du das nächste Mal vor dem Spiegel stehst, dann ignoriere Alles, was dir makelhaft vorkommt und rolle erst Mal die Schultern zurück. Stehe aufrecht, entspanne die Region zwischen den Augenbrauen und überlege dir nun, was du deinem Spiegelbild sagen würdest, wenn es eine gute Freundin von dir wäre.

Würdest du einer guten Freundin sagen, dass ihr Hintern zu rund sei? Wohl kaum. Wahrscheinlich würdest du eher Komplimente machen oder positiven Dinge sagen. Zum Beispiel, dass du ihre Haare toll findest oder ihr das neue Kleid unglaublich gut steht.

Sag nun diese Dinge zu dir selber, innerlich oder auch laut ausgesprochen. Vielleicht kommst du dir erst etwas komisch vor bei der Übung. Egal, mach es trotzdem.

Wichtig ist, dass du diese Übung regelmässig wiederholst. Irgendwann wird das ganz automatisch funktionieren. Ziel der Übung ist es, dass du dich nach dem Blick in den Spiegel gut fühlst und dich selbst liebevoller betrachtest.

28.12. Notfall-Säcklein basteln

Die heutige Rauhnacht steht für den Monat April, wo alles stürmisch und wechselhaft ist. Genau so sieht es manchmal in unserem inneren aus. Darum basteln wir ein Notfall-Säcklein, welches in stürmischen Zeiten eine Unterstützund sein kann.Heute basteln wir ein Notfall-Säcklein.

Dies soll dir helfen, wenn du dich unwohl, gestresst oder traurig fühlst. Statt diese Emotionen zu verdrängen oder dich dem Selbstmitleid hinzugeben, hilfst du dir selbst zu positiveren Gefühlen.Denn du bist nicht deine Gefühle, du fühlst sie nur. Und wie alles gehen diese wieder vorüber – sie kommen und gehen. Wenn wir sie zulassen und erkennen, dann gelingt es sie auch schneller wieder ziehen zu lassen. 

Zur Unterstützung basteln wir uns das Notfall-Säcklein
Hol dir dazu Papier und schneide es in kleine Vierecke. Wenn du papierfrei bist, kannst du natürlich auch eine Liste schreiben auf deinem Handy oder Computer.

Stelle dir folgende Fragen:

  • Wobei vergesse ich die Zeit?
  • Was hat mir zuletzt ein Lächeln ins Gesicht gezaubert?
  • Was macht mir Freude?
  • Wobei fühle ich mich entspannt?
  • Welche Tätigkeit lässt mich den Alltag vergessen?

Am besten eignen sich kleine Dinge, wie eine bestimmte Playlist zu hören, ein Bad zu nehmen, ein Spaziergang im Wald oder eine Freundin anrufen.
Schreibe diese Dinge auf die Zettelchen und verpacke diese dann in kleines Säcklein – dein Notfall-Säcklein.

Nun kannst du immer, wenn es dir nicht so gut geht ein Zettelchen daraus ziehen. Spüre dazu erst in dich rein, was sich denn genau nicht gut anfühlt, was für eine Emotion ist es? Sage dir dann, “Aha, ich fühle mich traurig.” statt “ich bin traurig.” Denn du fühlst deine Gefühle und bist nicht deine Gefühle. Dann lass dieses Gefühl weiterziehen, dann wähle ein Zettelchen aus dem Notfall-Säcklein aus und tue was darauf steht.

Wenn dir die Aufgabe nich gefällt, dann wähle etwas anderes.

29.12. – Visionen

Der heutige Tag dreht sich darum, was du gerne im nächsten Jahr tun und erleben möchtest. 12 Wünsche hast du schon formuliert, doch ist heute der perfekte Tag, dies noch zu vertiefen.

Stelle dir dazu folgende Fragen:

  • Was aus diesem Jahr ist noch offen und möchte im nächsten Jahr beendet werden?
  • Was war bereichernd in diesem Jahr und möchte ich deshalb auch im nächsten Jahr so weiter machen?
  • Was möchte ich im neuen Jahr verwirklichen?
  • Welche Fragen möchte ich beantworten?
  • Mit welchen Menschen möchte ich Kontakt haben?

Wenn du gerne meditierst bietet es sich an über deine Vision zu meditieren.

30.12. – Loslassen

Die heutige Rauhnacht steht für den Juni und somit auch für die Sommersonnenwende. Diese Zeit des Wandels und Umbruchs bietet sich hervorragen an, um sich nochmals mit dem Thema “Loslassen” zu befassen.
Überlege dir dazu, welche Glaubenssätze, Gewohnheiten und anderen Altlasten, du heute gerne loswerden möchtest. Schreibe dir diese auf einen Zettel. Nun überlege, wie du dies positiv formulieren könntest, beziehungsweise, was du stattdessen möchtest.

Vielleicht möchtest du dazu die Augen schliessen und in dich horchen. Stelle dir immer wieder die Frage, was möchte ich stattdessen. Schreibe alles auf, was dir in den Sinn kommt. Dann lies den neuen Satz und spüre in dich hinein, ob sich dieser stimmig und leicht anfühlt. Wenn nicht, ist es noch nicht der richtige Satz, höre darum nochmals in dich hinein. Vielleicht machst du dies mehrere Male, bis du einen Satz gefunden hast, der dir gefällt. 

Nun lass die alten Sätze los, indem du die Zettel wegwirfst und vorstellst, dass sie davonfliegen dürfen oder du verbrennst sie. Du kannst irgend eine Art wählen, die dir entspricht, wie du die Zettel loswerden kannst. Diese Dinge kannst du so symbolisch im alten Jahr zurücklassen und nicht in das neue mitnehmen.

Schreibe den neuen Satz in dein Tagebuch. Vielleicht kannst du diesen auch als Affirmation verwenden (Affirmationen sind positive Sätze, welche du bewusst wählst und dir immer wieder sagst – im Gegensatz zu den Glaubenssätzen, die du nicht bewusst gewählt hast, die teilweise wenig hilfreich sind und die dir immer wieder sagst).

31.12. – Reinigung

Nun geht das alte Jahr zu Ende. Darum steht der heutige Tag im Zeichen der Reinigung.

  • Nimm ein ausgiebiges Bad
  • Gehe in die Sauna
  • Mach eine Haarkur
  • Gibt dich einer Manicure oder Pedicure hin
  • Du könntest auch deine Wohnung putzen

Aber mach all das nur, wenn du es auch gerne tust.

1. Januar – Gemeinsamer Start

Ein schönes neues Jahr wünsche ich dir. Ich hoffe du hast schön gefeiert und gut ins 2020 gestartet. Die heutige Rauhnacht steht für den Monat August. Den Hochsommer verbringen wir gerne gemeinsam mit guten Freunden draussen und geniessen die Sonne. 

Melde dich heute bei genau den Menschen, mit denen du gerne schöne Sommertage verbringst. Wünsche ihnen aber nicht nur einfach ein neues Jahr, sondern gehe tiefer. Was wünschst du dieser Person (natürlich nur schöne Sachen, es sind ja Menschen mit denen du gerne Zeit verbringst)? Schreibe es ihr so ausführlich wie du magst. Sie wird sich bestimmt freuen.

2. Januar – Achtsamkeit

Bist du schon ganz im neuen Jahr angekommen und drehen sich deine Gedanken vielleicht auch schon wieder um die Arbeit und den Alltag?
Heute ist ein perfekter Tag für etwas mehr Achtsamkeit. Vesuche dir im Verlauf des Tages immer wieder bewusst zu machen, was du gerade tust. Wenn du zum Beispiel dabei bist zu essen

  • spüre wie sich dein Kiefer bewegt
  • wie fühlt sich die Nahrung zwischen den Zähnen an
  • Welche Konsistenz hat das Essen?
  • Wie schmeckt es? Salzig, süss, scharf,….
  • Hast du noch hunger oder bist du schon satt?

Das kannst du mit jeder Tätigkeit tun. Auch mit dem Zähneputzen, Spazieren, Staubsaugen, was auch immer dir einfällt. Tue die Tätigkeit völlig bewusst und achte dich auf jede kleine Bewegung die du machst und wie sich dies in deinem Körper anfühlt.

3. Januar – Wunderbares 2020

Hast du fleissig in deinem Rauhnachttagebuch geschrieben? Vielleicht kannst du es heute noch mit einer schönen Collage ergänzen.

Blätter nochmal zurück zu dem Visionen-Tag. Fällt dir noch mehr dazu ein, was du in diesem Jahr erreichen möchtest? Wie würde dein wunderbares 2020 aussehen, wenn du einfach so wählen könntest.

Suche dir nun Bilder aus Zeitschriften, im Internet oder male sie selbst und bastel daraus eine Collage, wie dein Traum-2020 aussehen würde.

Das ist eine gute Idee, weil wir diese Wünsche so schön dargestellt im Unbewussten mit uns mittragen und uns entsprechend verhalten. Es ist also eine Möglichkeit unseren Zielen mit wenig Aufwand etwas zu nähern.

Viel Spass beim Basteln und Wünschen

Viel Spass beim Basteln und Wünschen

4. Januar – Glaubenssätze

Wir haben uns schon am 27.12. mit dem Thema Selbstwertgefühl auseinandergesetzt und heute möchte ich gerne nochmals darauf zurückkommen. Haben die Übungen vor dem Spiegel funktioniert. Merkst du schon eine Veränderung?

Wir wünschen uns ein stärkeres Selbstvertrauen, doch oft ist nicht die Gesamtheit an Selbstwert relevant, sondern ob dieser an Bedinungen geknüpft ist. Oft haben wir über Glaubenssätze das Gefühl wie wertvoll wir sind an Erfolge geknüpft. Diese können lauten:

  • Ich muss gut aussehen, um geliebt zu werden.
  • Ich muss mich anstrengen, um wertvoll zu sein.
  • Nur wenn ich es den anderen recht mache, kann ich dazu gehören.

Ich kenne alle drei davon. Diese machen das Selbstvertrauen extrem instabil und von Aussen abhängig. Darum kann es Sinn machen solche Glaubenssätze zu betrachten statt direkt bei dem Selbstwert anzusetzen.Wenn du einen Glaubenssatz gefunden hast, den du verändern möchtest;

  • Gehe einen Moment in dich und überlege, wie dir der Satz besser gefallen würde. Also zum Beispiel “ich werde auch geliebt, wenn ich nicht fleissig bin.”
  • Nun fühle in dich hinein und überlege, ob dieser Satz sich so leicht und angenehm für dich anfühlt.
  • Falls nicht, fühle nochmals in dich hinein. Kommt dir ein anderer Satz in den Sinn?
  • Bei mir war der nächste Satz “Ich bin liebenswert.”
  • Dieser Satz gefällt mir und ich wähle diesen bewusst als meine Affirmation.
  • Wenn sich dein Satz immer noch nicht wohlig und schön anfühlt oder anhört, dann versuche weiter zu spüren, welcher Satz dir besser passen würde.
  • Wenn du einen passenden Satz gefunden hast, dann schreibe ihn dir als Affirmation in dein Tagebuch. Zusätzlich kannst du ihn auch auf ein schönes Papier schreiben und aufhängen.

5. Januar – Was hast du gelernt?

Bald schon sind die Rauhnächte vorbei. Da gilt es eine Bilanz zu ziehen. Stelle dir folgende Fragen:

  • Was hat sich in den letzten Tagen verändert?
  • Was habe ich gelernt?
  • Wo ist mir ein Licht aufgegangen?
  • Welche Übung möchte ich wiederholen oder in mein Leben integrieren?

Mache dir dazu Notizen in dein Rauhnachttagebuch.

6. Januar – Was fehlt noch?

Gestern hast du dir überlegt, was alles toll war. Was war denn weniger toll? Wo bist du angestossen und wo möchtest du noch etwas ändern?

Vielleicht lohnt es sich eine Übung nochmals zu wiederholen oder du meldest dich bei mir für ein persönliches Coaching. Gemeinsam können wir die Knackpunkte betrachten und für dich passende Übungen dazu finden.

Ich wünsche dir ein wundervolles 2020